mit dem Zug durch Europa

Kategorie: Reiseberichte (Seite 2 von 2)

Mit dem Optima Express in die Türkei

Im Sommer 2023 ging es, zusammen mit einigen Freunden, mit dem Zug über den Balkan bis in die Türkei. Ich bin bereits vor einigen Jahren bis in die Türkei mit dem Zug gefahren, damals mit dem ebenfalls nur im Sommer verkehrenden Zug von Bukarest nach Istanbul. Für die diesjährige Reise haben wir uns einen anderen Zug herausgesucht: Den Optima Express, eine Direktverbindung von Villach in Österreich über den kompletten Balkan bis nach Edirne in der Türkei.

Der Optima Express ist ein Autoreisezug, neben Passagieren können auch Autos von Villach nach Edirne transportiert werden. Das ermöglicht es, mit dem eigenen Auto in der Türkei zu reisen, den langen Anfahrtsweg aber komfortabler im Zug zu verbringen. Viele der Passagiere haben türkische Wurzeln und besuchen im Sommer ihre Verwandten in der Türkei.

Diese Bahnverbindung führt durch sechs Länder: Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien und die Türkei. Der Zug braucht dafür um die 40 Stunden, die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt somit bei gerade einmal 30 km/h. Das liegt zum einen an den vielen Grenzkontrollen – die letzten drei Länder sind nicht Teil des Schengen Abkommens – zum anderen an der schlechten Bahninfrastruktur in vielen Teilen der Strecke.

Zuerst einmal hieß es für mich, dass ich von Berlin nach Villach kommen musste. Diese Strecke ist an einem Tag gut zu schaffen, um 8:29 Uhr ging es mit dem ICE vom Berliner Hbf nach München Hbf. Dort hätte ich über eine Stunde Umstiegszeit gehabt, um den EC nach Villach Hbf zu bekommen. Wie so oft lief es aber nicht rund bei der DB und mein Zug hatte fast 2 Stunden Verspätung, als er in München eintraf. Wie durch ein Wunder hatte der EC auch Verspätung und wartete in München auf meinen ICE, sodass ich die Verbindung doch noch bekommen habe. So gestresst war ich schon lange nicht mehr, immerhin stand ich kurz davor einen Zug zu verpassen, welcher nur alle paar Tage fährt.

Die Freunde, mit denen ich die Tage in der Türkei verbringen würde, saßen bereits seit Stuttgart in diesem EC mit der Nummer 115. Ab München vereint, bestaunten wir den Ausblick auf die Alpen, welche immer näher kamen, bis man mitten drin war. Der Zug erlaubt unglaubliche Blicke in die grünen Täler, während sich die Bahnstrecke am Hang das Tal hinaufschlängelte. Mit nicht mehr ganz einer Stunde Verspätung kamen wir in Villach Hbf an und stellten fest, dass hier alle Supermärkte bereits um 19 Uhr schließen. Wir hatten noch keine Verpflegung für den folgenden Tag dabei, welchen wir komplett im Zug verbringen würden. Am Ende wurden wir in einem Containerladen fündig, in dem man lokale Köstlichkeiten selbst abscannen und bezahlen kann.

Der Optima Express fährt nicht in Villach Hbf los, sondern in Villach Terminal 2. Bis dorthin sind es 20 Minuten Fußweg, auf dem Weg liegt ein Pizzalieferdienst, der auch noch zur späten Stunde Pizza (und Bier) anbietet. Laut dem Ticket von Optima Tours, dem Betreiber des Optima Express´, soll man mindestens 3 Stunden vor Abfahrt des Zuges am Terminal erscheinen. Für Passagiere, die kein Auto dabei haben, sollte auch eine Stunde ausreichen; wir kamen etwa 2 Stunden vor Abfahrt an. Vor Ort werden die Personalien gecheckt und einem ein Abteil zugeteilt. Wer allein reist, teilt sich ein Abteil mit maximal drei weiteren Personen, wobei bei geringer Auslastung versucht wird, dass jeder ein eigenes Abteil bekommt. Wir waren eine Gruppe von fünf Personen und bekamen ein gemeinsames Abteil zu fünft.

Pünktlich um 21:32 Uhr fuhr der Zug ab. Laut Plan sollten wir in zwei Tagen um 6:03 Uhr in Edirne ankommen. Die Liegewaggons sind eine ältere Bauart und kommen vermutlich ursprünglich aus der DDR. An jedem Ende eines Wagens gibt es eine Toilette und ein Waschbecken, diese wurden während der Fahrt regelmäßig gereinigt und waren damit immer sauber. Sowohl der Sitzkomfort als auch der Schlafkomfort im Abteil waren gut, man konnte die Fenster im Abteil öffnen und es gab einen großen Tisch zum Einhängen für den Tagbetrieb. Das Abteil war richtig gemütlich und es spross nur so vor Nostalgie.

Neben den Abteilwägen gibt es auch noch einen Speisewagen im Verbund, der Mittelpunkt des Lebens an Bord. Dieser ist getrennt in ein Barteil und ein Sitzteil. Im Barteil ist rauchen erlaubt, ich vermute, das ist der einzige Zug in Europa, in dem das noch der Fall ist. Da die Fenster alle geöffnet waren, störte das uns Nichtraucher nicht, sondern sorgte lediglich für ein noch stärkeres Nostalgiegefühl. Man fühlte sich zurückversetzt in eine Zeit vor Hochgeschwindigkeitszügen, mit Restaurantwaggons, in denen noch auf dem Herd gekocht wurde, und eben eine Zeit, in der man im Zug geraucht hat. Eine Zeit, die keiner von uns erlebt hat, im Optima Express aber noch erlebbar ist.

Am nächsten Morgen breiteten wir unser Frühstück auf dem großen Abteiltisch aus. Gegen 10:30 Uhr erreichten wir die Grenze nach Serbien. Die Grenzkontrollen laufen alle sehr ähnlich ab: ein:e Grenzbeamte:r oder ein Schaffner (es gab keine Schaffnerinnen an Bord) läuft durch den Zug und sammelt alle Pässe ein. Danach verschwinden diese für etwa eine Stunde, bis man den Pass zurückerhält und der Zug über die Grenze gefahren wird. Jetzt kommen die Grenzbeamt:innen des nächsten Landes und sammeln nochmals alle Pässe ein, gehen mit diesem aus dem Zug, es dauert wieder etwa eine Stunde und anschließend bekommt man seinen Pass wieder. Einmal war das Prozedere auch so gut abgestimmt, dass man den Pass zwischendurch nicht erhalten hat, sondern dieser direkt an die Beamt:innen des nächsten Landes weitergegeben wurden. Während man warten muss, wird zusätzlich noch die Lok getauscht. Die Waggons werden in jedem Land von Lokomotiven der jeweiligen staatlichen Eisenbahngesellschaft gezogen.

Aus Recherchen und meinen eigenen Erfahrungen wusste ich, dass das Zugsystem in Serbien völlig heruntergewirtschaftet ist. Die Züge tuckern durch die Landschaft und oftmals sind Busverbindungen doppelt so schnell wie Zugverbindungen, wenn es diese überhaupt gibt. Das soll sich die nächsten Jahre ändern, doch von der neuen Bahninfrastruktur ist aktuell erst die Verbindung von Belgrad nach Novi Sad fertiggestellt. Auf den letzten Kilometern vor Belgrad fuhren wir kurz genau auf dieser Strecke, ein letztes Mal hohe Geschwindigkeiten, bevor wir den restlichen Tag im Schneckentempo weiterfuhren, wenn wir denn überhaupt fuhren. Sehr oft standen wir ohne dass es einen offensichtlichen Grund gab. Als wir bereits seit zwei Stunden kurz hinter Belgrad standen, informierte ich mich bei einem der Schaffner. Mir wurde mitgeteilt, dass unsere Lokomotive eine Panne hat. Nach einiger Zeit kam von hinten eine neue Lokomotive, welche uns bis zur nächsten Ausweichstelle, einem verlassenen Bahnhof im Nirgendwo, schob. Anschließend fuhr die Lokomotive an uns vorbei, wurde vorne angekuppelt und die Fahrt ging weiter. Doch uns war dies egal, wir genossen die entschleunigte Art des Reisens, spielten Karten im Speisewagen, lasen Bücher oder unterhielten uns mit anderen Fahrgästen. Tatsächlich war es uns in diesem Moment völlig egal, wann wir in der Türkei ankommen würden. Man lebte in diesem Zug, dass man dabei auch noch von A nach B kommt, wurde zur Nebensache.

Spät am Abend, es war bereits nach 22 Uhr, erreichten wir Niš. Für die Strecke von Belgrad bis hierher brauchten wir unglaubliche 8 Stunden, mit dem Auto sind es gerade einmal 2,5 Stunden. Das „Highlight“ der serbischen Bahninfrastruktur sollte aber erst noch kommen, die Strecke von Niš nach Dimitrovgrad an der bulgarischen Grenze. In einigen Blogs wird diese Strecke als eine der schönsten in Europa beschrieben, schade dass es bereits Nacht war. Gleichzeitig ist diese Strecke auch eine der sich im schlechtesten Zustand befindenden Strecken, die Landschaft bleibt vor dem Fenster stehen, wenn man gegen die Fahrtrichtung durch den Waggon läuft. Gegen halb 3 in der Nacht wurden wir von einer Grenzbeamtin aus dem Schlaf geweckt, im Halbschlaf reichte ich ihr den Reisepass.

Wir hatten eine Verspätung von „Bulgarien“, denn anstelle von Edirne in der Türkei waren wir um 6:03 Uhr seit kurzem erst in Bulgarien. Durch Bulgarien ging die Fahrt relativ flott und immerhin hatten wir wegen der Verspätung genügend Zeit auszuschlafen, nachdem wir in der Nacht zu Unzeiten geweckt worden waren. Am ersten Bahnhof in der Türkei mussten wir aussteigen und uns den Stempel im Reisepass an der Polizeistation abholen. Danach ging es weiter nach Edirne, welches wir mit genau 9 Stunden und 10 Minuten Verspätung um 15:13 Uhr erreichten, über 40 Stunden nachdem wir in Villach losgefahren waren. Was für ein Erlebnis, ein Gefühl von transsibirischer Eisenbahn inmitten Europas.

Vom Bahnhof in Edirne aus gibt es nur eine Zugverbindung weiter, morgens um 8:20 Uhr nach Istanbul. Ich gehe davon aus, dass es unmöglich ist, diesen Zug mit dem Optima Express zu erwischen. Da wir bereits ein Hostel für die Nacht in Istanbul reserviert hatten, fuhren wir mit einem Nahverkehrsbus zum Busterminal und mit dem Bus weiter nach Istanbul. Als wir dort ankamen, war es bereits dunkel.

In Istanbul verbrachten wir einige Tage, besichtigten den Basar, die Hagia Sofia, unzählige Moscheen und kosteten das Nachtleben, welches sich hier wie in einer westlichen Stadt anfühlt. Auch den Bahnhof Sirkeci, der einst der Endpunkt des Orient Express war, besichtigten wir. Hier gibt es ein sehr kleines Museum mit Exponaten aus dieser Zeit. Aktuell wird der Bahnhof renoviert, bald sollen hier wieder Züge fahren.

In der Türkei ist das bevorzugte Verkehrsmittel zwischen Städten der Fernbus. Das wird offensichtlich, sobald man ein Busterminal betritt und die vielen Busse der verschiedenen Anbieter sieht, die regelmäßig in alle Richtungen des Landes abfahren. Es gibt jedoch auch den YHT, einen modernen Hochgeschwindigkeitszug, welcher zwischen Istanbul, Ankara, Konya und seit diesem Jahr auch Sivas verkehrt. Der Zug ist weitestgehend baugleich mit einem ICE3. Genau mit diesem Zug fuhren wir nach einigen Tagen weiter nach Ankara. Abfahrt war am Bahnhof Söğütlüçeşme auf der asiatischen Seite der Stadt, nicht weit entfernt vom ehemaligen Bahnhof Haydarpaşa, an dem einst Züge nach Bagdad und Teheran abfuhren. Auch an diesem Bahnhof gibt es aktuell keine Zugverbindungen mehr, das imposante Gebäude wird ebenfalls saniert.

Angekommen in Ankara, ging es auf direktem Weg wieder zum Busterminal, nach Kappadokien fuhren wir mit dem Bus. Die Landschaft in Kappadokien ist durch die verrückten Gesteinsformationen sehr markant. Durch eine besonders weiche Gesteinsschicht wurden hier über Jahrhunderte hinweg Wohnhöhlen in die Berge gehauen, es gibt ganze Untergrundstädte, von denen wir auch eine besucht haben. Ein besonderes, leider auch sehr kostspieliges Erlebnis ist die Ballonfahrt am frühen Morgen. Jeden Morgen starten über 100 Heißluftballons, um Touristen aus aller Welt ein einmaliges Spektakel zu bieten. Auch zum Wandern bietet sich dieses Gebiet sehr gut an. Um von Ort zu Ort zu kommen, gibt es viele Minibusse. Göreme ist mitten im Zentrum von Kappadokien, zentraler Knotenpunkt für alle Aktivitäten im Umland ist Nevşehir.

Nach einigen Tagen in Kappadokien ging es mit dem Bus weiter nach Konya und anschließend nach Antalya. Dort verbrachten wir nur eine Nacht, am nächsten Morgen ging es mit einem Minibus nach Adrasan, 85 km südlich von Antalya. Auf der Fahrt dorthin hatten wir eine Reifenpanne, nach kurzer Zeit wurde ein Ersatzreifen organisiert und unsere Fahrt ging weiter. In Adrasan machten wir unter anderem eine vierstündige Bootstour für unglaubliche 15 Euro, Abendessen inklusive. Wir kamen mit dem Boot an zwei Strände, welche nur mit dem Boot zu erreichen sind. Außerdem fanden wir einen großartigen abgelegenen Strand und wanderten ein Stück des lykischen Wegs in den nächsten Ort Çıralı.

Weiter ging es nach Pamukkale, einem Ort bei Denizli, welcher für die weißen Kalkterrassen bekannt ist. Neben den Kalkterrassen bietet das Gelände außerdem sehr große antike Ausgrabungsstätten, darunter ein Theater, bei dem der erste Stock des Bühnenbildes wieder aufgebaut wurde. Ab Denizli konnten wir auch wieder mit dem Zug fahren, da von hier aus regelmäßig Züge in Richtung Izmir fahren.

Wir fuhren aber nicht direkt bis Izmir, sondern machten einen Stopp in Selçuk. Das ist der Ort direkt neben der historischen Stadt Ephesus, einst eine der größten Städte der Welt. Bekannt ist dieser Ort auch, da er in der Bibel erwähnt wird. Der Apostel Paulus lebte hier, bevor man ihn aus der Stadt jagte. Später schrieb er einen Brief an die christliche Gemeinde der Stadt, welcher im Neuen Testament enthalten ist. Riesige bunte Mosaike und Wandbemalungen aus der Zeit der Römer kann man hier bestaunen, zudem ein riesiges Theater. Das bekannteste Gebäude ist aber zweifelsfrei die Celsus-Bibliothek. Neben Ephesus liegt zudem noch der Tempel der Artemis, eines der sieben antiken Weltwunder. Hiervon darf man sich allerdings nicht allzu viel versprechen, heute sieht man davon lediglich eine einzige Säule emporragen.

In Selçuk gibt es neben den Bahnen der TCDD, der türkischen Bahngesellschaft, auch Bahnen von IZBAN, dem Nahverkehr von Izmir. Diese fahren wesentlich öfter, man benötigt allerdings eine Nahverkehrskarte, welche beim einmaligen Verwenden des Nahverkehrs etwas teurer ist als ein Bahnticket der TCDD. Mit der IZBAN fuhren wir nach Tepeköy und stiegen dort um in die Bahn nach Izmir.

In Izmir verbrachten wir eine weitere Nacht, bevor es mit dem Eylül Ekspresi nach Bandırma am Marmarameer weiter ging. Der Zug braucht für diese Strecke sechs Stunden, ein Ticket kostet 5 Euro. Wir hatten etwa eine Stunde Verspätung bis wir ankamen, die Fähre von Bandırma nach Istanbul haben wir trotzdem bekommen. Diese Fähre fühlte sich eher wie ein Flugzeug an, Safety Instructions vor „Abflug“ inklusive. In Windeseile schossen wir über das Meer. Ein Deck gab es leider nicht, dafür erreichten wir nicht einmal drei Stunden später Istanbul. Hier verbrachten wir nochmals zwei Nächste, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Von Istanbul aus ging es aufgrund des Mangels an attraktiven Zugverbindungen wieder mit dem Bus nach Edirne. Die Grenzkontrollen waren auf dem Rückweg nicht mehr so aufregend, man wusste ja was einen erwarten wird. Auch die Verspätung nahmen wir wieder gelassen, man kommt ja immer irgendwie ans Ziel. Als wir die Strecke vor Niš passierten, war es gerade Mittag am zweiten Tag. So konnten wir uns diesmal ein Bild von der schönen Strecke machen. Dass wir unseren Anschlusszug in Villach erreichen würden, davon gingen wir nicht aus. Doch wir hatten Glück, mit „nur“ 4 Stunden Verspätung kamen wir in Villach an und erreichten unseren Zug nach Deutschland. Sollte ein Anschluss in Villach aufgrund der Verspätung nicht erreicht werden, kann man sich dies übrigens am Terminal bestätigen lassen. Man hat dann freie Zugwahl für die Fahrt bis an den Zielbahnhof.

Laut Aussage eines Schaffners ist die Verspätung Richtung Westen immer geringer als in die andere Richtung, anscheinend soll der Zug sogar schon pünktlich in Villach angekommen sein. Richtung Osten hat der Zug hingegen wohl meistens mehrere Stunden Verspätung, hier sind auch im Fahrplan einige Stunden weniger veranschlagt.

Ich bin schon viele Nachtzüge in meinem Leben gefahren, aber die Fahrt im Optima Express hat einen ganz besonderen Stellenwert für mich. Das alte Wagenmaterial, der Speisewagen, die vielen Grenzkontrollen und das stundenlange (ja fast sogar tagelange) Klackern der Schienen, während man den Kopf aus dem Fenster strecken kann, sorgt für ein einmaliges Erlebnis. Sollte ich nochmals in die Türkei fahren, werde ich wieder diese Verbindung wählen. Und wer weiß, vielleicht kommt der Zug eines Tages tatsächlich pünktlich in Edirne an, wenn der Ausbau der Schienen in Serbien wie geplant fortschreitet.

Infos:

  • Der Optima Express fährt jedes Jahr von April bis November, Fahrplan und Tickets sind zu finden unter https://www.optimatours.de/
  • Zugverbindungen in der Türkei finden und buchen: https://ebilet.tcddtasimacilik.gov.tr oder https://bilet.tcdd.gov.tr/
  • Für Busverbindungen in der Türkei am besten vor Ort am Busterminal nachfragen, dort wird einem weitergeholfen und man zahlt weniger als wenn man die Tickets online bucht. Kurzfristige Verbindungen sind fast immer zu bekommen.

Für wenig Geld nach Barcelona und Mallorca

Das Hochgeschwindigkeitsnetz in Frankreich zwingt einen fast immer dazu, für eine Reise durch das Land einen Halt in Paris einzulegen. So auch im Frühjahr 2022, als ich für eine Woche nach Barcelona und mit der Fähre weiter nach Mallorca fuhr. Auf dem gleichen Weg ging es einige Tage später zurück nach Deutschland.

Mit dem Direktzug ging es von Stuttgart Hbf nach Paris Gar de l’Est. Anstatt eines TGV von Paris nach Barcelona entschieden wir uns, einen Nachtzug in die Pyrenäen zu nehmen. Dies ist nicht nur ein großes Abenteuer, sondern außerdem unglaublich günstig, dazu später mehr. So verbrachten wir den Tag in Paris, um uns einige Dinge in dieser wunderschönen Stadt anzusehen. Mit dem Nachtzug ging es um 21:12 Uhr vom Bahnhof Paris Austerlitz im Liegewagen nach Latour De Carol – Enveitg. In diesem Zug gibt es wie in vielen Nachtzugverbindungen mehrere Waggons mit unterschiedlichen Zielen, die in der Nacht geteilt werden. Wer bei den Rangierarbeiten nicht aufwacht, bekommt davon aber nichts mit. Unser Zugteil bestand aus nur 3 Waggons, einem Liegewagen mit 6-Bett Abteilen, einem Liegewagen mit 4-Bett Abteilen und einem Sitzplatzwagen.

Als ich am Morgen aufwachte, schneite es draußen vor dem Fenster. Ich zog mir warme Klamotten an und setzte mich in den Sitzplatzwagen, der fast leer war. Am Bahnhof Andorre – l’Hospitalet, nicht weit von der Grenze des Zwergstaats Andorra entfernt, gab es eine geschlossene Schneedecke. So hatte ich mir meinen Mallorca-Urlaub nicht vorgestellt, die Aussicht im engen Tal entlang eines Flusses aber war spektakulär. Eine halbe Stunde später kamen wir in Latour De Carol – Enveitg an. Es ist der Grenzort zwischen Spanien und Frankreich, das große Bahnhofsgebäude deutet auf die einst große Bedeutung des Bahnhofs hin, von der heute nicht mehr viel geblieben ist. Es gibt im Bahnhof ein Gleis in iberischer Breitspur, der Schienenspurweite, welche in Spanien und Portugal verwendet wird. An diesem Stand auch schon ein Zug bereit, welcher ca. 1h nach Ankunft des Nachtzuges aus Paris nach Barcelona fährt. Tickets für diesen Zug werden nicht am Bahnschalter verkauft, sondern beim Schaffner im Zug. Die Zeit bis zur Abfahrt vertrieben wir uns mit einem Spaziergang im Dorf.

Für die Fahrt nach Barcelona braucht die Regionalbahn fast 4 Stunden. Das ist natürlich nochmals eine lange Zeit, was an den vielen Kehren und engen Kurven der Strecke liegt. Diese führt nämlich komplett durch die Pyrenäen. Großartige Aussichten gibt es somit fast durchgehend. Wem die Aussicht aus diesem Zug nicht genügt, kann nach 55 Minuten Fahrtzeit in Ribes-Enllac aussteigen. Von dort aus gibt es eine Zahnradbahn in das Bergdorf Núria. Wir haben uns aber dagegen entschieden und fuhren direkt bis Barcelona.

Kommen wir zu den Kosten für diese Strecke. Den Platz im Liegewagen gibt es bereits für 29€ bei der SNCF. Der Regionalzug nach Barcelona-Sants hat 12€ gekostet und von Stuttgart Hbf nach Paris l’Est haben wir das Ticket über die DB für 37,40€ bekommen. Zählt man das Metro-Ticket in Paris dazu, kommt man auf Kosten von ca. 80€ für die Strecke von Stuttgart nach Barcelona. Auch kurzfristig sind oft noch günstige Fahrkarten für die Verbindung nach Latour de Carol beziehbar, während die TGVs direkt nach Barcelona teilweise über 200€ für ein Ticket kosten.

Zurück zur Reise. Die nächste Nacht verachten wir in Barcelona, wo wir außerdem den gesamten kommenden Tag mit Sightseeing verbrachten. Am zweiten Abend in Barcelona ging es zum Fährhafen. Um 23 Uhr fuhr hier eigentlich unsere Fähre nach Palma de Mallorca ab. Tatsächlich wurde es eine Stunde später, bis wir wirklich auf das Schiff durften. Wir hatten zu dritt eine Kabine mit eigenem Bad. Eigentlich viel zu schade für die kurze Überfahrt, denn um 5:30 Uhr wurden wir durch die Lautsprecherdurchsage geweckt, dass es Frühstück im Restaurant gibt. Wir verzichteten darauf und versuchten nochmal ein bisschen zu schlafen, bevor wir den Sonnenaufgang auf dem Deck genossen. Um 6:30 Uhr sind wir in den Hafen von Palma eingefahren.

In Mallorca blieben wir sechs Tage in einer Ferienwohnung ca. 1h entfernt von Palma. Die Insel hat abseits des Ballermanns echt viele schöne Ecken zu bieten, besonders im Nordwesten, wo es Berge gibt. Ein besonderes Highlight war eine Fahrt im Trén de Sóller. Dabei handelt es sich um eine historische Elektrolokomotive, welche von Palma aus in die Stadt Sóller durch das Gebirge fährt. Die Bahn ist komplett in Holz verkleidet und wurde wunderschön instand gesetzt. Auf einer Anhöhe gibt es einen kurzen Fotohalt mit Blick auf Sóller, bevor der Zug sich durch viele Kehrschleifen den Weg nach unten bahnt. In Sóller kann man mit einer historischen Straßenbahn, welche ähnlich schön die der Trén de Sóller ist, nach Puerto de Sóller weiterfahren. Die Tickets sind zwar teuer, die Fahrt hat sich aber definitiv gelohnt. Nur ein Tipp: Im Tunnel kann es sehr kühl werden, deswegen empfehle ich, während der Tunneldurchfahrt nicht auf den Plattformen der Waggons zu stehen. Ich habe mit dabei eine Mandelentzündung zugezogen.

Die Rückfahrt verlief über die gleiche Strecke. Die Fähre zurück nach Barcelona fährt tagsüber, für diese Verbindung lohnt sich eine Kabine auf jeden Fall nicht. Die Überfahrt dauert nur 6 Stunden und es gibt viele Sitzplatzgelegenheiten an mehreren Orten im Schiff. Etwas stressig wurde die Fahrt von Barcelona-Sants nach La Tor de Querol-Enveig, wie der Ort auf Katalanisch heißt. Abfahrt sollte um 14:31 Uhr sein, Ankunft um 17:51. Das hätte uns gut 1,5h Puffer bis zum Nachtzug nach Paris gegeben, der um 19:25 losfuhr. Der Zug fuhr aber bereits mit über einer Stunde Verspätung in Barcelona ab. Zusätzlich hieß es dann von der Schaffnerin, dass dieser Zug außerplanmäßig eine Station früher aufhört und nicht über die Grenze nach Frankreich fährt. Uns wurde aber versprochen, dass wir ein Taxi nehmen können und die Kosten hierfür der Zuganbieter übernimmt. Das war auch tatsächlich so und wir kamen 10 Minuten vor Abfahrt des Zuges in Latour de Carol (oder La Tor de Querol) an. Zum Einkaufen reichte die Zeit leider nicht mehr, es gab keine Essensmöglichkeiten direkt am Bahnhof und auch im Zug verkaufte man kein Essen oder Getränke. Deswegen kamen wir sehr hungrig am nächsten Morgen in Paris an. Tipp für das nächste Mal: Essen bereits in Barcelona kaufen.

Links:

Mit dem Zug nach Marokko

Im März 2023 bin ich zusammen mit einem Freund von Deutschland aus nach Marokko gefahren. Bis nach Südspanien fuhren wir mit dem Zug, anschließend ging es mit der Fähre auf den afrikanischen Kontinent. Der Rückweg erfolgte ebenso mit dem Zug, diesmal jedoch über eine andere Route.

Reiseroute von Berlin bis nach Marokko und zurück

Von Berlin aus ging es zuerst nach Stuttgart Hbf, wo um 14:52 Uhr der ICE pünktlich in Richtung Paris Est losfuhr. Nach nur etwas mehr als drei Stunden kam der Zug in Paris Est um 18:05 Uhr an. Es ist immer wieder faszinierend, wie der ICE3 in Frankreich ohne einmal zu bremsen mit 320 km/h von Straßburg nach Paris donnert.

Im Paris ging es mit der Metro zum Bahnhof Gare d´Austerlitz. Die Metro Tickets müssen am Automaten gekauft werden, vor diesen Automaten gibt es immer lange Schlangen. Hier definitiv viel Zeit einplanen. Von Gare d´Austerlitz aus fährt jede Nacht ein Nachtzug nach Latour de Carol in den Pyrenäen an der Grenze zu Spanien. Von dort aus gibt es eine Regionalbahn bis nach Barcelona Sants, eine superschöne und günstige Verbindung von Paris nach Barcelona.

Zumindest ist das der Fall, wenn in Frankreich gerade nicht gestreikt wird. Eigentlich dachten wir, dass wir von diesem Streik nicht betroffen sind, da erst am nächsten Tag gestreikt wurde. Da der Nachtzug aber auch nach 0 Uhr fährt, ist dieser auch ausgefallen, wie wir erst am Bahnhof mitbekamen. Uns blieb nichts anderes übrig, als einen Flixbus über Nacht nach Barcelona zu nehmen. Dieser war sehr unkomfortabel, besonders wenn man sich bereits auf Liegewägen für die Nacht eingestellt hat. Immerhin hatten wir durch den Flixbus mehr Zeit in Barcelona, da dieser schneller als die Verbindung mit dem Zug durch die Pyrenäen ist.

Von Barcelona Sants aus ging es weiter Richtung Málaga, ganz im Süden von Spanien. Es gibt jeden Tag einen Direktzug, der von Barcelona bis nach Málaga 6,5 Stunden benötigt. Abgesehen von diesem Zug gibt es auch Verbindungen, bei denen man in Madrid umsteigen muss. Diese sind teilweise sogar noch schneller. In Málaga legten wir einen Tag Pause ein, bevor es nach Marokko weitergehen sollte. Die Nacht davor konnten wir im Bus kaum schlafen, die Nacht darauf dann auf der Fähre zu verbringen hielten wir für keine gute Idee.

Den Pausentag in Málaga verbrachten wir damit, mit dem Zug zum Caminito del Rey zu fahren und auf diesem zu wandern. Dies ist ein Wanderweg in einer Schlucht nordwestlich von Málaga, welcher Anfang der Zweitausender als gefährlichster Wanderweg der Welt Schlagzeilen gemacht hat. Inzwischen ist der Wanderweg gesichert und bietet spektakuläre Aussichten. Es gibt eine wunderschöne Zugstrecke, die direkt durch die atemberaubende Schlucht führt. Die Haltestelle für den Caminito del Rey heißt El Corro, wer aus dem Zugfenster die Schlucht bestaunen möchte, muss noch eine Station weiter nach Bobadila fahren.

Die Fähre von Málaga nach Melilla, einer spanischen Exklave auf dem afrikanischen Kontinent, fährt jeden Abend. Tickets kann man sich am Fährterminal kaufen. Es gibt Schlafkabinen oder Pullman Seats zur Auswahl, aufgrund des beschränkten Geldbeutels entschieden wir uns für die Sitze und hatten zugegebenermaßen eine weitere Nacht mit sehr wenig Schlaf hinter uns, als wir morgens ankamen.

In Melilla angekommen, liefen wir zu Fuß zum Grenzübergang. Der Weg bis dorthin dauerte vielleicht 40 Minuten, man läuft größtenteils am Strand entlang. Die Aus- und Einreise ging relativ flott, es gab außer uns kaum jemanden, der die Grenze zu Fuß passierte. Angekommen auf der marokkanischen Seite, erwartete uns ein völlig anderes Stadtbild. Es waren viel mehr Menschen zu sehen und alle Gebäude waren merkbar in einem schlechteren Zustand. Zu Fuß ging es dann nochmal etwa 40 Minuten bis zum Bahnhof Beni Nsar Ville, wo um 9:25 Uhr ein Zug nach Fès fuhrt. Die Landschaft veränderte sich auf der Zugfahrt dauernd, war man zwischendurch in einer Wüste, in der man kein grün mehr bis zum Horizont gesehen hat, gab es kurz vor Fès wieder dunkelgrüne Wiesen. Auch äußerlich war dies eine der schönsten Lokomotiven, mit denen ich bisher gefahren bin, seht selbst.

In Fès blieben wir einige Tage und verloren uns in den unzähligen schmalen Gassen der Medina. Anschließend ging es mit dem Bus nach Merzouga, wo sich die größte Sandwüste Marokkos befindet. Als ich nachts den bombastischen Sternenhimmel in der Sahara erblickte, konnte ich es nicht glauben, dass wir nur mit Zug und Fähre hierher gekommen waren. Auf einmal erscheint die Sahara gar nicht mehr so weit entfernt von zuhause, es liegen nur einige Tage Fahrzeit dazwischen. Was mir zuvor auch nicht bewusst war ist, dass die Sahara nur zu einem sehr kleinen Teil aus einer Sandwüste besteht. Ein Großteil ist eine Steinwüste, die sah man auch über Stunden hinweg auf der Busfahrt nach Merzouga.

Auf dem Weg von Merzouga nach Marrakech machten wir halt im Dadestal, einem grünen Tal inmitten einer trockenen Gebirgslandschaft. Es ist ein wesentlich weniger touristisch erschlossenes Gebiet, in dem man bizarre Felsformationen bestaunen kann und welches sich sehr gut zum Wandern eignet. Nach einigen Tagen dort ging es mit dem Bus weiter nach Marrakech, wo wir nur einige Stunden verbrachten.

Von Marrakech, dem südlichsten Punkt des marokanischen Schienennetzes, fuhren wir mit dem Nachtzug nach Tanger. Online kann man für diesen Zug nur Tickets in der 2. oder 1. Klasse kaufen, es gibt aber auch einen Liegewagen. Die Tickets für den Liegewagen kosten ca. 37€ und man kann diese nur am Bahnschalter kaufen. Die Nachfrage danach scheint nicht allzu groß zu sein, wir konnten direkt vor Abfahrt noch Tickets kaufen und es waren viele Pritschen noch frei. Es handelt sich um einen Waggon mit komfortablen 4er-Kabinen. Die vielen Sitzwägen waren hingegen alle gut ausgebucht, diese sind auch nochmal einiges günstiger.

Von Tanger ging es mit einem Sammeltaxi nochmal für einige Tage nach Chefchaouen, einer Stadt mitten im Rif Gebirge. Hier bekamen wir nochmal einen ganz anderen Blick auf Marokko, alles ist saftig grün, was mit den hellblauen Häusern in der Stadt einen wunderschönen Kontrast ergibt. Die Kleinstadt war sehr entspannt, kein Vergleich zum chaotischen und schrillen Marrakech.

Zurück nach Spanien ging es auf dem Rückweg über eine andere Strecke. Von Tanger Med, einem Hafen ca. 40 Kilometer von Tanger entfernt, gibt es regelmäßig Fähren nach Algeciras, einer spanischen Stadt direkt neben Gibraltar. Die Überfahrt dauert nur 1,5h und ist damit wesentlich schneller als die Verbindung von Málaga nach Melilla. Von Algeciras gibt es mehrere Zugverbindungen Richtung Madrid, darunter auch eine Direktverbindung. Bei dieser Verbindung muss das Fahrgestell der Waggons auf der Strecke getauscht werden, da in Spanien abgesehen von den Hochgeschwindigkeitsstrecken die Schienen eine andere Spurweite haben als bei uns.

Im März war es noch nicht möglich, online Reservierungen in Spanien für Reisende mit einem Interrail Ticket vorzunehmen. Als wir in Algeciras ankamen und am Bahnschalter nachfragten, waren alle Züge für diesen und den nächsten Tag ausgebucht, wir mussten aber zwingend vor dem nächsten Streik durch Frankreich gefahren sein und hatten deswegen keine Zeit für einen ungeplanten, längeren Aufenthalt in Algeciras. Nach etwas Suchen bekamen wir am Bahnschalter Reservierungen für einen AVE von Sevilla nach Madrid und für einen Zug von Madrid nach Irún an der französischen Grenze für den nächsten Tag. Nach Sevilla mussten wir am Abend mit dem Bus fahren, hatten dafür am nächsten Morgen auch noch etwas Zeit uns diese wunderschöne Stadt anzusehen. So hatte die ungünstige Reservierungssituation auch seine gute Seite.

Ohne einen einzigen Halt fuhren wir von Sevilla mit einem AVE bis nach Madrid Puerta De Atocha. Von dort aus ging es mit der Metro zum Bahnhof Madrid Chamarin, wo unser Zug nach Irún abfuhr. Um 23 Uhr kamen wir in Irún an und hatten dort Zeit bis um 4:51 Uhr, wo der erste Zug in Henday auf der französischen Seite weiterfuhr. Die Nacht verbrachten wir, indem wir in einer Bar Billiard spielten, danach einen großen Strandspaziergang unternahmen und versuchten zu schlafen. Es sind in dieser Nacht auch noch weitere Personen an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich hängen geblieben und wir kamen mit mehreren ins Gespräch. Es war sehr spannend zu erfahren, wie und warum jeder einzelne von uns hier gelandet war.

An die Zugfahrt nach Bordeaux und weiter Paris habe ich nur wenig Erinnerungen, die meiste Zeit habe ich wohl geschlafen. Von Paris aus fuhr ich noch weiter nach Belgien und in die Niederlande, um Freunde zu besuchen, anschließend ging es für mich von Amsterdam zurück nach Berlin.

Auch wenn die Fahrt durch Frankreich auf dem Hinweg sowie die Nacht an der Grenze zu Frankreich auf dem Heimweg an den Kräften gezehrt haben, war es ein wunderschöner und sehr abwechslungsreicher Urlaub. Es fühlt sich vor Ort einfach anders an, wenn man einen stundenlangen Anfahrtsweg hatte und sah, wie die Landschaft langsam von einer Vegetationszone zur anderen wechselte. Genau das ist es, was mich an langen Zugreisen so fasziniert.

Konnte ich euch inspirieren, eine ähnliche Reise nach Marokko zu unternehmen? Dann gibt es hier noch einige Updates zur aktuellen Routensituation.

Update zur Strecke (Stand 2023):

  • Reservierungen für Züge in Spanien können inzwischen über die Interrail Seite gebucht werden.
  • Der Direktzug von Barcelona nach Málaga fährt nun früh morgens, es ist nicht möglich den Zug von Frankreich aus kommend zu erreichen. Stattdessen kann eine Verbindung über Madrid gewählt werden.
  • Die Fähre von Málaga nach Melilla fährt nicht mehr über Nacht, sondern kommt am späten Abend in Melilla an.
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